Was Musikhören mit der Umwelt zutun hat.

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von Laura
vom 5.05.2020

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Kaum etwas begleitet uns heutzutage so sehr durch den Alltag wie die Musik. Egal ob zu Hause, im Auto, in der Bahn, bei Partys, auf Konzerten oder sonst wo. Die Musik ist zu einem ständigen Begleiter geworden und bietet zudem eine Flucht aus dem normalen Alltag. Aber habt ihr schonmal darüber nachgedacht, wie umweltbewusst Musikhören ist?

Die wichtigsten Musikmedien heute sind eigentlich die CD, Schallplatte und – was heutzutage die meisten Leute benutzen – Streamingplattformen wie Spotify.

Diese sind auch super praktisch, man kann so viel Musik hören, wie man möchte, und auch von wo man möchte. Man hat all seine Musik immer dabei. Und im Grunde denkt man auch nicht weiter drüber nach, wenn man morgens in der Bahn sitzt und wieder eine neue Playlist streamt. Denn im Hintergrund passiert natürlich noch einiges, um eine so große Anzahl an Songs für alle Nutzer dauernd verfügbar zu machen.

Die Schallplatte

Der angenehme warme Sound und das besondere Gefühl, das man beim Hören einer Schallplatte hat, werden auch heute noch von vielen Leuten sehr geschätzt. Man nimmt sich hier einfach sehr viel mehr Zeit, ein Album wirklich intensiv zu hören und sich damit zu beschäftigen. Aber wie sieht die Umweltbilanz aus? Offensichtlich entsteht durch die Produktion einiges an Müll. Schallplatten bestehen aus PVC also letztlich aus Erdöl. Und wenn diese einmal abgenutzt sind, werden sie leider kaum recycelt.

Die CD

Bei der CD haben wir natürlich ein ähnliches Problem. Diese bestehen ebenfalls aus einem Kunststoff, einer Aluminiumbeschichtung sowie einem speziellen Lack. CDs werden zwar häufiger recycelt, jedoch gibt es dafür nur sehr wenige Annahmestellen und es entsteht – wie bei den Platten – Einiges an Müll. Die Zahlen belegen das Ganze. Im Jahr 2000, auf dem Höhepunkt der CD-Produktion, wurden in der Musikbranche 61.000 Tonnen Plastik benötigt. 2016 waren es hingegen nur noch 8000 Tonnen.

Streamingdienste

Durch Spotify und andere Musikstreamingdienste kann die Müllproduktion in der Musikbranche also deutlich gesenkt werden. Ist Spotify damit deutlich umweltfreundlicher? So einfach lässt sich diese Frage leider nicht beantworten. Offensichtlich wird weniger Müll produziert. Allerdings steigt der Energieverbrauch mit dem Musikstreaming deutlich. All die Musik von Spotify wird auf Servern gelagert, die einen deutlich hohen Strombedarf haben. Leider kommt dieser Strom nur zu 56% aus ökologischen Quellen. Einer Schätzung der Universität Glasgow und Oslo zufolge wurden 2016 durch Musikstreaming und Downloads allein in den USA zwischen 200.000 und 350.000 Tonnen Treibhausgase freigesetzt – und damit deutlich mehr, als etwa im Jahr 2000 durch die CD-Produktion anfielen (157.000 Tonnen).

Klar ist also: Auch wenn es sich nicht so anfühlt, wird für jeden gestreamten Song Energie benötigt und dabei werden klimaschädliche Gase produziert.

Was kann man also daraus für sich selber mitnehmen?

Natürlich möchten wir mit diesem Beitrag nicht einer der größten Freuden des Lebens ruinieren. Musik ist etwas wunderschönes. Und ohne Musik wäre Einiges wohl sehr viel trister.

Allerdings möchten wir dazu anregen, sein Konsumverhalten zu hinterfragen und bewusster zu leben.

Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Musik https://www.was-war-wann.de/geschichte/musik.html https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/tontraeger-versus-streaming-musikkonsum-belastet-die-umwelt https://www.musikindustrie.de/fileadmin/bvmi/upload/02_Markt-Bestseller/MiZ-Grafiken/2017/BVMI_ePaper_2017.pdf https://www.br.de/puls/musik-hoeren-streaming-cd-vinyl-klima-oekobilanz-100.html https://33eindrittel.com/ratgeber/plattenspieler-vorteile-nachteile/ https://de.wikipedia.org/wiki/Schallplatte https://www.rollingstone.de/vinyl-verkauft-sich-besser-als-cd-1760821/ https://www.vinyl-fan.de/blog/425-wahrheiten-ueber-analog-vs-digital-vinyl-vs-cd.html

Allerdings möchten wir dazu anregen, sein Konsumverhalten zu hinterfragen und bewusster zu leben.

von Laura

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